Großglockner und Glocknerhaus – Wege, Geschichte und Erlebnisse
Auf 2132 Metern beginnt eine Welt voller Eindrücke. Der Großglockner erhebt sich majestätisch über dem Nationalpark, das Glocknerhaus erzählt seit über einem Jahrhundert von Mut, Aufbruch und alpiner Gastfreundschaft. Zwischen historischen Routen, eindrucksvollen Gletscherlandschaften und eindrucksvollen Gipfelerlebnissen verbinden sich Natur, Geschichte und Abenteuer zu einem unvergesslichen Gesamtbild.
Der Großglockner und seine Wege
Der höchste Gipfel Österreichs mit 3798 Metern fasziniert seit Jahrhunderten Bergsteigerinnen und Bergsteiger sowie Naturliebhaberinnen und Naturliebhaber. Bereits im Jahr 1800 erreichte eine Gruppe von Alpinistinnen und Alpinisten über die Adlersruhe erstmals den Gipfel. Mit dem Bau des Glocknerhaus im Jahr 1876 wurde der Aufstieg deutlich erleichtert und der Tourismus auf der Kärntner Seite gewann spürbar an Bedeutung.
Die Pasterze
Am Fuß des Großglockners liegt die Pasterze, der größte Gletscher der Ostalpen. Der Gletscherweg ab dem Glocknerhaus führt über das Glocknertor zum Margaritzenspeicher, weiter zum Elisabethfelsen und über eine Hängebrücke zur Talstation der Gletscherbahn. Dort steht man direkt vor den eindrucksvollen Eismassen. Früher reichte die Pasterze bis zum heutigen Standort des Glocknerhaus.
Geschichte des Glocknerhaus
Der Alpenverein beschloss 1873 die Errichtung eines Hauses am Bretterboden, dem späteren Platz der Kaiserin Elisabeth. Spenden, Unterstützung aus dem Kaiserhaus und eine Lotterie ermöglichten die Finanzierung. Die feierliche Eröffnung folgte 1876.
In den folgenden Jahrzehnten wurde das Haus erweitert und modernisiert. Wasserleitung, Telefonanschluss und zusätzliche Gebäude erleichterten die Arbeit der Hüttenwirtinnen und Hüttenwirte sowie der Bergführerinnen und Bergführer.
Beide Weltkriege führten zu Schließungen und militärischer Nutzung. Nach der Rückgabe wurde das Gebäude schrittweise saniert. In den neunziger Jahren modernisierte man die gesamte Versorgungstechnik, zu Beginn der zweitausender Jahre folgte eine umfassende Renovierung samt Fassade und Glasveranda. Ab 2026 führt der Alpenverein Klagenfurt, gemeinsam mit seinem Team das traditionsreiche Haus auf 2132 Metern Seehöhe.
Normalweg auf den Großglockner
Der klassische Anstieg der Erstbesteigerinnen und Erstbesteiger beginnt beim Glocknerhaus. Nach einem kurzen Abstieg gelangt man zu den Staumauern des Margaritzenspeichers. Danach führt der Steig über die Stockerscharte zur Salmhütte.
Weiter geht es über einen markanten Felsrücken und das Hohenwartkees zur Hohenwartscharte und anschließend zur Erzherzog Johann Hütte.
Von dort führt der Aufstieg über das steile Glocknerleitl zum Sattel und weiter über den Grat des Kleinglockners. Nach der kurzen Schlüsselstelle in der Glocknerscharte folgt eine leichtere Kletterei bis zum Gipfel. Der Rückweg verläuft auf derselben Route.
Geführte Touren werden von mehreren Anbietern organisiert und sind bei vielen Bergsteigerinnen und Bergsteigern sehr beliebt.
Tourenmöglichkeiten rund um das Glocknerhaus
Schon bald findest du hier inspirierende Wandervorschläge und Tourentipps für deinen Aufenthalt im Glocknerhaus.
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